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Insider-Infos

Jörg Leuninger (BASF): "Ein Großkonzern hat seinen eigenen Rhythmus"

Keine Blitzkarriere in Konzernen: Mit zehn bis 15 Jahren bis zu einer Top-Führungsposition muss man rechnen, sagt Jörg Leuninger, Leiter Rekrutierung Europa bei BASF. Und er verrät, wie viel Absolventen beim Einstieg verdienen können.

Jörg Leuninger, Leiter Rekrutierung: "Wir schauen uns das Gesamtpaket an, das ein Bewerber zu bieten hat." (Bild: BASF)
Jörg Leuninger, Leiter Rekrutierung: "Wir schauen uns das Gesamtpaket an, das ein Bewerber zu bieten hat." (Bild: BASF)

Herr Leuninger, Dax-Konzerne gelten als attraktive Arbeitgeber und
können sich häufig die besten Absolventen aussuchen. Stellen Konzerne
am liebsten Einser-Kandidaten ein?

Nicht zwangsläufig. Noten alleine sagen ja nicht alles über einen Bewerber aus. Wir schauen uns lieber das Gesamtpaket an, das ein Bewerber zu bieten hat – also ob nicht nur die fachlichen Voraussetzungen stimmen, sondern auch die
Persönlichkeit zum Unternehmen passt.

Wie verlaufen denn typischerweise Konzern-Karrieren?

Einen prototypischen Karriereverlauf, quasi die Karriere von der Stange, gibt es bei uns nicht. Jede Karriere verläuft individuell und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Dabei geht es vor allem um eine gezielte Erweiterung von Fähigkeiten, also die persönliche Entwicklung. Personalentwicklung verstehen wir nicht nur als hierarchischen Aufstieg. Auch bei Projektverantwortung oder einer Experten-Karriere spielt das Thema eine wichtige Rolle.

Was sind die Vorteile für Absolventen, wenn sie in einem Konzern einsteigen?

Wer etwa unser Werksgelände in Ludwigshafen von Weitem sieht, erkennt auf den ersten Blick die enorme Größe des Unternehmens. Das spiegelt sich im breiten Produktportfolio und der Belegschaft wider. Wir sind in vielen interessanten Märkten aktiv und in der Forschung sowie bei der Entwicklung richtungsweisender Innovationen beteiligt. Für die Mitarbeiter bedeutet das eine große Auswahl von faszinierenden Tätigkeiten rund um den Globus. Wer also gerne internationale Luft schnuppern möchte, ist in einem Konzern genau richtig. Zu den vielfältigen Jobmöglichkeiten kommen Weiterbildungen und Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ebenso wie eine leistungsorientierte Bezahlung und betriebliche Altersvorsorge.

Und die Nachteile?

Ein Großkonzern hat natürlich seinen eigenen Rhythmus und Charakter und ist auf standardisierte Prozesse in Teilbereichen angewiesen. Das mag von außen manchmal weniger attraktiv erscheinen, ist aber Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg eines großen Unternehmens.

Hand aufs Herz: Wie festgefügt sind Einstieg und Karriere in einem
Großunternehmen?

Die Art und Weise des Einstiegs entscheidet keinesfalls über den Verlauf einer Karriere bei uns. Ob Hochschulabsolvent, duales Studium oder Ausbildung – jeder kann sich beweisen und entfalten und stößt dabei auf offene Türen. Auch unser interner Arbeitsmarkt fördert das: Dort veröffentlichen wir alle offenen Stellen.

Konzern oder Mittelstand – wo geht die Karriere schneller voran?

Wenn es allein darum geht, wann man direkt an die Geschäftsführung berichtet, kann das bei einem mittelständischen Unternehmen schneller der Fall sein. Dort sind die Hierarchien bekanntlich flacher.

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Großkonzerne bieten aber neben dem hierarchischen Aufstieg auch horizontale Karrierechancen. Sie ermöglichen es Kandidaten innerhalb kurzer Zeit, unterschiedliche Bereiche, wie Forschung, Marketing, Logistik oder die Personalabteilung kennenzulernen.

Teil 2: Welche Chancen Bachelor-Absolventen in Dax-Konzernen haben

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