Die Irrenhaus-GmbH
Außen hui, innen pfui: So sieht es hinter Unternehmens-Fassaden aus
Die Mitarbeiter äffen den Vorstand nach und der Chef frisiert noch schnell die Quartalszahlen. Das ist der Büro-Wahnsinn, den der Autor und Karriere-Coach Martin Wehrle in seinem Buch „Ich arbeite in einem Irrenhaus“ beschreibt. Deutsche Unternehmen bekommen darin ihr Fett weg. Denn die Theorie des Autors: Der Ruf deutscher Unternehmen sei umso besser, je weiter man sich in die Welt begibt. Schaut der Mitarbeiter jedoch genauer hin, sieht er die Fassade bröckeln. Ob mittelständisch oder Großkonzern – überall findet Wehrle Spuren des Irrsinns. In diesem Buch hat der Wahnsinn Methode: Eine Irrenhaus- Ordnung mit 41 Paragrafen hält Weisheiten über neue Chefs, den Dienstweg oder Meetings bereit. Zusätzlich dazu serviert der Autor durchaus amüsante Erlebnisse von Mitarbeitern aus der Welt der Unternehmen, einen Selbsttest und Tipps, wie man den täglichen Wahnsinn erkennt und ihm entgegenwirken kann. Das Spiel mit den Job-Klischees wirkt manchmal ein wenig zu banal. Unterhaltsam ist das Buch aber allemal. (Econ Verlag 2011, 14,99 €)
Datum: 06/11
Autor: Susann Kobs





